Christenverfolgung
Die Christen sind Anfang des 21. Jahrhunderts die weltweit am stärksten diskriminierte und verfolgte Gruppe. Jedes Jahr werden mehr als 100 000 Christen auf der Welt aufgrund ihres Glaubens ermordet, 288 Christen jeden Tag, alle 5 Minuten einer. Der Soziologe Massimo Introvigne betont, dass die weltweite Christenverfolgung unter allen Formen der Diskriminierung und Verfolgung die schlimmste Tragödie unserer Zeit ist. Mit Vorträgen, Flyern, Unterschriftenaktionen und Unterstützung von Mahnwachen, z. B. von der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) beteiligt sich Sabatina e.V. an der Aufklärung über diese ungeheure Menschenrechtsverletzung. Über Partnerorganisationen unterstützen wir traumatisierte Frauen und Mädchen aus dem Irak (siehe Frauenzentrum) und Christen aus Pakistan, die in Not geraten sind (siehe Nähmaschinenprojekt).
FREIHEIT FÜR ASIA BIBI!
Asia Noreen, alias Asia Bibi, wurde in Pakistan wegen „Beleidigung des Islams“ zum Tode verurteilt. Die Christin, die als Tagelöhnerin in einer Obstplantage arbeitete, wurde am 19. Juni 2009 im Dorf Ittan Wali verhaftet. Sie hatte im Auftrag eines Landwirts Wasser für die Feldarbeiterinnen geschöpft. Als sie es ausschenken wollte, weigerten sich die muslimischen Frauen das Wasser zu trinken, da das Gefäß von einer Christin berührt wurde und somit „unrein“ geworden war. Aus Empörung schleppten Muslime sie zu einer Moschee, wo sie ihrem Glauben abschwören sollte. Als sie dies verweigerte, wurde sie misshandelt und dann der Polizei übergeben.
Am 8. November 2010 verurteilte sie das Gericht in Nankana, in der Provinz Punjab, aufgrund des Blasphemiegesetzes (§ 295, Strafgesetzbuch Pakistan) zum Tode.
Mit meiner Unterschrift appelliere ich an den Präsidenten Pakistans, Asia Bibi umgehend und bedingungslos freizulassen und ihr eine sichere Ausreise in ein Drittland zu ermöglichen!
Download der Petition als PDF.
Einsatz für verfolgte Christen
Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, gab Sabatina James mit dem österreichischen Staatssekretär Reinhold Lopatka und NGOs eine Pressekonferenz, um auf die Situation der verfolgten Christen weltweit aufmerksam zu machen. Sie plädierte für die Freiheit der pakistanischen Christin Asia Bibi, die wegen Beleidigung des Islams zum Tode verurteilt wurde. Sie hielt einen leidenschaftlichen Vortrag über die Ursachen der Christenverfolgung.

Pressekonferenz
Nach der Pressekonferenz zogen über 500 Menschen mit einem Fackelzug durch die Innenstadt Wiens und demonstrierten für die Freiheit der Christen.
Einige Pressestimmen:
„Sabatina James, heute 30 und vom Pfarrer, der sie einst taufte, als ,Model Gottes auf dem Laufsteg der Welt‘ bezeichnet, könnte ihre Zuhörer mühelos fesseln, würde sie einfach ihre Lebensgeschichte nacherzählen. Sie tut es nicht an diesem Montagmorgen in Wien, wo sie auf Einladung der Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ am internationalen Tag der Menschenrechte spricht, geschützt von drei Polizisten, die den Eingang bewachen. Stattdessen erzählt sie eine Weihnachtsgeschichte. Aber keine mit gutem Ende, denn Sabatina James erzählt von Asia Bibi.“

Fackelzug durch Wien (Copyright: APA)
Die Presse 10.12.2012
„Das pakistanische Blasphemiegesetz sieht Haft- und Todesstrafen für die Beleidigung des Propheten Mohammed und des Koran vor. Und schon Kritik an dem Gesetzeswerk ist gefährlich. … Das größte Problem, so Sabatina James: Pakistans Präsident Zardari werde nur ,Mr. Zehn-Prozent‘ genannt. Kaum jemand habe Vertrauen in die korrupte Regierung. Was bleibe, seien Dorfmullahs, die tatsächlich das Sagen hätten.“
Kurier 10.12.2012
„Sabatina James, Autorin des Buchs „Nur die Wahrheit macht uns frei – Mein Leben zwischen Islam und Christentum”, zweifelt an der Reformierbarkeit des Islam. In Staaten, wo der Islam Staatsreligion ist, werde Abfall vom Islam als „Staatsverrat” geahndet. Der Koran enthalte sehr wohl eine Rechtfertigung zur Verfolgung Andersgläubiger. „Mohammed als Religionsstifter exerzierte und predigte selbst die Gewalt.” In Pakistan habe sie erlebt, dass Juden und Christen als „minderwertig” gelten und in Unterwürfigkeit leben müssen, zugleich keine hohen Ämter bekleiden dürfen.“
APA 10.12.2012
Befreiung aus Sklavenarbeit in pakistanischen Ziegelbrennereien
In der pakistanischen Provinz Punjab gehören viele Angehörige der christlichen Minderheit Pakistans zu den Ärmsten der Armen. Hoch verschuldete Familienväter müssen sich und ihre Familien an reiche Ziegeleibesitzer verkaufen, was lebenslängliche Schuldknechtschaft bedeutet. Diese Menschen werden nicht nur ausgebeutet. Sie sind jeglicher Willkür ihrer Besitzer hilflos ausgeliefert, was in vielen Fällen Misshandlungen und Vergewaltigungen der Frauen einschließt. Mit einem besonderen Projekt hilft Sabatina e.V. diesen versklavten Frauen und Mädchen. In Abendkursen, die von einer Partnerorganisation durchgeführt werden, lernen sie Nähen und Sticken. Sabatina e.V. hat für 100 Mädchen und Frauen, die den Kurs erfolgreich abgeschlossen haben, mit der Aktion „Mit einer Nähmaschine in die Freiheit“ die Möglichkeit zu einem selbständigen Leben gegeben. Mit einfachen Nähmaschinen für umgerechnet ca. 30 Euro, die den Frauen zum Abschluss des Kurses geschenkt wurden, arbeiten sie jetzt in Nähzentren mit angeschlossenen Läden, in denen ihre Werkstücke verkauft werden. Der Erlös reicht zum Leben. Weitere Kurse werden durchgeführt, damit noch mehr Mädchen und Frauen der Weg aus bitterer Armut und Ausgeliefertsein gebahnt wird. Sie können mithelfen. Eine Spende von 30 Euro mit dem Vermerk „Nähmaschine“ findet ihren Weg direkt nach Pakistan, um dort bald einer Frau ein neues Leben zu ermöglichen. Vielen Dank!
Frauenzentrum im Irak
Viele Frauen der verfolgten christlichen Minderheit haben schwerste Traumata durch Vergewaltigung oder Ermordung ihrer Ehemänner und Kinder erlebt. Sabatina e.V. unterstützt ein Zentrum im Nordirak, wo diesen Frauen Therapie und eine berufliche Ausbildung angeboten wird, damit sie später für sich selbst sorgen können.


Ostermarsch der IGFM in Hamburg
Ostermarsch, organisiert von der IGFM am 07. April 2012 in Hamburg, für den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani und andere Opfer religiös motivierter Gewalt.







