Mut ist eine Entscheidung

Sabatina im Interview mit Frank Rauscher von der Agentur teleschau, das unter anderem von der Bremer Tageszeitung “Weser Kurier” übernommen wurde und dort am 7. Juni erschien

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Freiheit für Asia Bibi – Ende der Unterschriftenaktion zum 31. Mai

Unterschriftenaktion für Asia Bibi in Weinstadt

Unterschriftenaktion für Asia Bibi in Weinstadt

Bis Ende dieses Monats sammeln wir noch Unterschriften. Wer in seiner Kirche, seinem Freundeskreis, seinem Verein noch einmal Petitionslisten auslegen möchte, sollte das jetzt tun! Jede zusätzliche Unterschrift verleiht unserem Anliegen ein größeres Gewicht. Die Listen sollten möglichst bis Ende nächster Woche bei uns sein:

Sabatina e.V.
Postfach 11 12
61268 Wehrheim

Persönliche Briefe an den pakistanischen Botschafter können selbstverständlich auch über diesen Zeitpunkt hinaus geschrieben werden. Fordern Sie mit uns: Freiheit für Asia Bibi! Viele Freunde haben sich unserem Appell schon angeschlossen.

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Freiheit für Asia Bibi!

Asia Noreen alias Asia Bibi wurde in Pakistan wegen „Beleidigung des Islams“ zum Tode verurteilt. Die Christin, die als Tagelöhnerin in einer Obstplantage arbeitete, wurde am 19. Juni 2009 im Dorf Ittan Wali verhaftet. Sie hatte im Auftrag eines Landwirts Wasser für die Feldarbeiterinnen geschöpft. Als sie es ausschenken wollte, weigerten sich die muslimischen Frauen das Wasser zu trinken, da das Gefäß von einer Christin berührt wurde und somit “unrein” geworden war. Aus Empörung schleppten Muslime sie zu einer Moschee, wo sie ihrem Glauben abschwören sollte. Als sie dies verweigerte, wurde sie misshandelt und dann der Polizei übergeben.

Asia BibiAm 8. November 2010 verurteilte sie das Gericht in Nankana, in der Provinz Punjab, aufgrund des Blasphemiegesetzes (§ 295, Strafgesetzbuch Pakistan) zum Tode.

Sabatina e.V. hat eine Kampagne zur Freilassung von Asia Bibi gestartet. Hier finden Sie die Petitionsliste zum Download. Bitte setzen auch Sie sich dafür ein, dass Asia Bibi freigelassen wird!

 

Werden Sie selbst aktiv!

Schreiben Sie selbst an den pakistanischen Botschafter Abdul Basit
und fordern Sie ihn auf:

  • dafür Sorge zu tragen, dass Asia Bibi umgehend und bedingungslos freigelassen wird, da sie eine gewaltlose Gefangene ist;
  • sicherzustellen, dass sie bis zu ihrer Freilassung weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird und regelmäßigen Zugang zu ihrer Familie einschließlich ihres Ehemanns und zu ihrem Rechtsbeistand erhält.

Adresse des pakistanischen Botschafter in Berlin:

Seine Exzellenz Abdul Basit
Botschafter der Islamischen Republik Pakistan
Schaperstraße 29
10719 Berlin

Ein Musterexemplar für einen Brief können Sie hier downloaden.

 

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Gewaltwelle gegen Christen in Pakistan

Gewaltwelle gegen Christen in Pakistan
28-Jähriger wegen Blasphemie inhaftiert
Sabatina e.V. hilft Opfern

Eine Familie ist das OpferAm 8. März 2013 wurde der Leiter von Sabatina e.V. in Pakistan über einen angeblichen Vorfall von Blasphemie gegenüber dem Propheten Mohammed informiert. Die Begebenheit ereignete sich in dem ärmlichen Joseph Colony/Lari Adha, nördlich von Lahore-Punjab, das zum Großteil von einer christlichen Minderheit bewohnt wird. Am selben Tag erfuhren wir über die Eintragung der blasphemischen Straftat eines Christen nach § 295-c des pakistanischen Strafgesetzbuches.

Nach Erhalt dieser Nachricht machte sich unser 10-köpfiges Team, bestehend aus Rechtsanwälten, Sozialarbeitern und Menschenrechtlern, auf die Suche nach den Hintergründen.

Fakt ist:

Der beschuldigte wegen Blasphemie angeklagte Christ heißt Sawan Masih alias Boodi, ist 28 Jahre alt und Sohn von Chaman Masih. Er ist Bewohner der Joseph Colony, Noor Road, Badami Bagh, Lahore. Sawan ist Straßenkehrer und Vater von drei Kindern. Vor dem angeblichen Vorfall der Gotteslästerung wohnte er mit Frau und Kindern im gemeinsamen Haus seiner Eltern. Seit acht Jahren war Sawan mit einem Muslim namens Shahid Imran gut befreundet, was Bewohnern der Joseph Colony bekannt war.

Hintergrund des Blasphemie-Vorwurfs:

Am 5. März 2013 (Dienstag), um zirka 7.00 Uhr hatten Sawan Masih und Shahid Imran einen öffentlichen Streit miteinander. Beide waren alkoholisiert und wurden handgreiflich. Einige Menschen in der Nachbarschaft versuchten zu schlichten.
Shahid Imran hegte Groll in seinem Herzen, beschimpfte Sawan Masih als „Chura“ ( ein häufig gegen Christen verwendetes Schimpfwort in Pakistan, das einen minderwertigen Menschen aus der untersten Kaste meint) und drohte mit schlimmeren Folgen.

Imran wollte Sawan Masih und den Christen eine Lektion erteilen und entwickelte einen Plan mit Shafiq Ahmed alias Cheko (neu vom Christentum zum Islam konvertiert) den Plan, Sawan Masih fälschlich der Blasphemie zu beschuldigen. Später informierten die beiden Qari Saifullaha, den Vorbeter der nahegelegenen Moschee, über den Vorfall von Blasphemie.
Am 8. März 2013 (Freitag), um zirka 16 Uhr gab der Vorbeter der Moschee die Anschuldigungen gegen Sawan Masih über die Lautsprecher der Moschee bekannt.

Der Vorbeter behauptete, dass der Angeklagte Sawan Masih Blasphemie gegenüber dem Prophet Muhammad begangen habe. Nach der Veröffentlichung dieser Worte kamen Tausende von Muslimen zusammen und marschierten mit skandalösen Parolen in Richtung Joseph Colony. Zunächst warfen sie Steine auf die Häuser der Christen und forderten die sofortige Verhaftung von Sawan Masih. Der wütende Mob attackierte und plünderte die Haushalte der christlichen Einwohner. In der Zwischenzeit war die Polizei am Ort des Geschehens und befahl den Christen, ihre Häuser zu verlassen, wenn sie ihr Leben retten wollten.

Die Christen, darunter Kinder, Frauen sowie alte, gebrechliche Männer, flüchteten sofort aus ihren Häusern. Außer den Kleidern, die sie zum Zeitpunkt des Geschehens trugen, konnten sie nichts von ihrem Besitz retten.
Auf der Flucht wurden viele Christen von wütenden Muslimen brutal geschlagen und verletzt, beispielsweise wurde das Fahrzeug von Bischof Akram Gill in mehrere Teile zerlegt.

Registrierung des Blasphemie-Vorfalls FIR:

Bevor die Polizei Sawan Masih festnehmen konnte, inhaftierte sie seinen alten, gebrechlichen und unschuldigen Vater. Er wurde von der Polizei geschlagen, obwohl er aussagte, dass die Vorfälle gegen ihn und seinen Sohn unwahr seien. Dennoch nahm die Polizei Sawan Masih fest und sein Fall wurde mit Fall FIR Nr. 112/13 Straftat 295-C des Pakistanischen Strafgesetzbuches (PPC) auf der Polizeistation, Badami Bagh, Lahore registriert.

Die zweite Attacke:

Am 9. März 2013 um 9.30 Uhr kam ein wütender Mob von fast 4.000 islamischen Eiferern nach Joseph Colony. In Anwesenheit der Polizei setzte die Menge etwa 200 hundert Häuser von Christen in Brand, darunter auch zwei Kirchen. So verbrannten sie auch über 500 Bibeln und setzten die Schule der Kinder in Brand. Sie zerstörten acht Geschäfte, Motorräder, Auto-Rikschas, Stromzähler, Gaszähler, Möbel, Koffer, Geschirr und vieles mehr.

Die Gewaltorgie begann um 9:30 Uhr in der Früh und fand bis zum Nachmittag kein Ende. Die große Anzahl von Polizisten, die vor Ort war, hielt die wütende Menschenmenge nicht auf. So konnten die Gewalttäter über fünf Stunden frei und ohne Furcht vor Konsequenzen ihre Gewalt fortsetzen. Obwohl unsere Mitarbeiter die Polizei mehrmals um Hilfe baten, verweigerte diese jede Unterstützung mit dem Hinweis, dass sie nichts für uns tun könne.

Die Bilder wurden während der Attacken aufgenommen, daher auch die geringe Qualität.

Seit den Vorfällen sind einige unserer Mitarbeiter nicht mehr in ihr eigenes Heim zurückgekehrt. Aus Solidarität zu den Opfern schlafen sie seit einigen Tagen am selben Ort, an dem sich auch die Bedürftigen befinden. Diese sind obdachlos, brauchen Nahrung, Kleidung, Geschirr, Bettwäsche, sauberes Wasser, Tee, Gebäck, Medikamente und vieles mehr zum Überleben.

Werden Sie zu einem Licht in diesem Dunkel!
Helfen Sie den Opfern!
Bitte spenden Sie!

Kontoverbindung: Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 11 73 200
BLZ: 370 205 00
Kennwort: Nothilfe Pakistan                     

Infoflyer Gewaltwelle

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Zum Jawort genötigt

Am 22. Februar 2013 lud der ZONTA Club Heidelberg zu einer Benefizveranstaltung in die Print Media Academy ein. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hatte der Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, Herr Dr. Eckhart Würzner. Frau Professor Dr. Christine Schirrmacher hielt einen Vortrag zum Thema “Zwangsverheiratung. Muslimische Frauen in Europa zwischen Selbstbestimmung und Entmündigung”. Anschließend moderierte Matthias Matussek eine Podiumsdiskussion mit Sabatina James. Sehr plastisch konnte Sabatina die Ausführungen von Frau Professor Schirrmacher mit ihrem eigenen Erleben in Elternhaus, Schule und bei Behörden ergänzen. So wurde den etwa 150 Zuhörern die Dramatik im Leben junger Mädchen und Frauen deutlich, die von ihren Familien zwangsverheiratet werden sollen. Anschließend wurden Fragen der Zuhörer beantwortet.

Wie bei anderen Aufklärungsveranstaltungen ähnlicher Art stellte sich heraus, wie schwer es den meisten Menschen in unserem Land fällt, sich vorzustellen, welchem Druck Mädchen aus diesem Milieu ausgeliefert sind, wenn die Familie eine Ehe für sie arrangiert, die von den Mädchen abgelehnt wird. Deutlich wurde aber auch, dass informierte Kontaktpersonen Schutz und echte Hilfe anbieten können, auch wenn auf diesem Gebiet noch viel Handlungsbedarf besteht. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Aufbau einer Schutzstelle bedrohter Frauen durch Sabatina e.V. zugute.

Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Gäste in der Lounge der Academy noch ausreichend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen, auch mit Professor Schirrmacher und Sabatina James.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

 

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Sabatina zum Rücktritt von Benedikt XVI.

Lieber Papst Benedikt,

Gestern Abend habe ich noch in Ihrem Buch “Salz der Erde” gelesen und über Ihre Weisheit gestaunt. Umso trauriger bin ich jetzt, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten wollen. Damit zeigen Sie aber auch, dass Sie nicht nur intellektuelle und geistige Größe besitzen, sondern auch menschliche.

Lieber Papst, Sie haben mich mit Ihren Büchern über Jesus von Nazareth, geistlich begleitet. Es war mir eine Ehre, an demselben Tag, als Sie im Bundestag auftraten, dort vor den Abgeordneten über verfolgte Christen zu sprechen. Ein Anliegen, das Ihnen sehr wichtig ist.
Ich bewundere Ihren Mut, wie Sie so viel Feindschaft, die Ihnen in Ihrem eigenen Land entgegenkam, mit so viel Liebe und Würde ertragen haben. Wahrscheinlich ist es die Freundlichkeit Gottes, die es Ihnen möglich macht, den Hass der Welt zu ertragen. Sie sind nicht dem Zeitgeist gefolgt, sondern Gott – auch wenn Sie dafür verspottet wurden.
Ihre Haltung zeigt: Die Anerkennung des Herrn ist Ihnen wichtiger als die der Menschen – das ehrt Sie und ich hoffe, dass wir alle etwas davon lernen.
Ich danke Ihnen, dass Sie uns als Papst gedient haben und wünsche Ihnen Gottes Kraft und Liebe für alle Tage Ihres Lebens.

Sabatina

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Mahnwache für Asia Bibi

Am 26. Januar 2013 informierte unsere Stuttgarter Aktionsgruppe in der Innenstadt über die weltweite Christenverfolgung und die zum Tode verurteilte pakistanische Christin Asia Bibi. Unterschriften wurden für die Petition gesammelt, mit der wir an den Präsidenten Pakistans appellieren wollen, Asia Bibi umgehend und bedingungslos freizulassen. Trotz Minusgraden wurden in der vierstündigen Aktion über 250 Unterschriften gesammelt und ca. 1000 Flyer, Infohefte und Broschüren an interessierte Passanten weitergegeben. Viele junge Leute interessierten sich für das Thema Christenverfolgung und speziell über Asia Bibi  wollten viele einfach mehr wissen. Die Aktion wurde auch von mehreren Christen aus Pakistan mitgetragen, die authentisch Auskunft über ihr Land und die Situation der Christen dort geben konnten. Hier auf der Homepage finden Sie die Petitionsliste zum Download. Unterschreiben Sie die Liste und sammeln Sie in Ihrem Bekanntenkreis Unterschriften. Schicken Sie die Liste an unsere Adresse!

Am Infostand

Am Infostand

Unterschriften für Asia Bibi

Passanten unterschreiben die PetitionslistePassanten informieren sich

Infostand mit Banner

Freiheit für Asia Bibi

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Tag der Menschenrechte in Wien

Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, gab Sabatina James mit dem österreichischen Staatssekretär Reinhold Lopatka und NGOs eine Pressekonferenz, um auf die Situation der verfolgten Christen weltweit aufmerksam zu machen. Sie plädierte für die Freiheit der pakistanischen Christin Asia Bibi, die wegen Beleidigung des Islams zum Tode verurteilt wurde. Sie hielt einen leidenschaftlichen Vortrag über die Ursachen der Christenverfolgung.

Sabatina und der österreichische Staatssekretär

Sabatina James und Reinhold Lopatka

 

Pressekonferenz

Pressekonferenz

Nach der Pressekonferenz zogen über 500 Menschen mit einem Fackelzug durch die Innenstadt Wiens und demonstrierten für die Freiheit der Christen.

Demo gegen Christenverfolgung

Fackelzug durch Wien (Copyright: APA)

Einige Pressestimmen:

„Sabatina James, heute 30 und vom Pfarrer, der sie einst taufte, als ,Model Gottes auf dem Laufsteg der Welt‘ bezeichnet, könnte ihre Zuhörer mühelos fesseln, würde sie einfach ihre Lebensgeschichte nacherzählen.  Sie tut es nicht an diesem Montagmorgen in Wien, wo sie auf Einladung der Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ am internationalen Tag der Menschenrechte spricht, geschützt von drei Polizisten, die den Eingang bewachen. Stattdessen erzählt sie eine Weihnachtsgeschichte. Aber keine mit gutem Ende, denn Sabatina James erzählt von Asia Bibi.“      Die Presse   10.12.2012

 

„Das pakistanische Blasphemiegesetz sieht Haft- und Todesstrafen für die Beleidigung des Propheten Mohammed und des Koran vor. Und schon Kritik an dem Gesetzeswerk ist gefährlich. … Das größte Problem, so Sabatina James: Pakistans Präsident Zardari werde nur ,Mr. Zehn-Prozent‘ genannt. Kaum jemand habe Vertrauen in die korrupte Regierung. Was bleibe, seien Dorfmullahs, die tatsächlich das Sagen hätten.“      Kurier   10.12.2012

 

„Sabatina James, Autorin des Buchs „Nur die Wahrheit macht uns frei – Mein Leben zwischen Islam und Christentum”, zweifelt an der Reformierbarkeit des Islam. In Staaten, wo der Islam Staatsreligion ist, werde Abfall vom Islam als „Staatsverrat” geahndet. Der Koran enthalte sehr wohl eine Rechtfertigung zur Verfolgung Andersgläubiger. „Mohammed als Religionsstifter exerzierte und predigte selbst die Gewalt.” In Pakistan habe sie erlebt, dass Juden und Christen als „minderwertig” gelten und in Unterwürfigkeit leben müssen, zugleich keine hohen Ämter bekleiden dürfen.“      APA   10.12.2012

 

Sabatina im Dom mit Kerze

Sabatina zündet im Stefansdom eine Kerze für Asia Bibi an

 

(Copyright der Bilder, falls nicht anders vermerkt: EuropeNews)

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Offener Brief an unsere Bundeskanzlerin zum “Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen”

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Deutschland ist ein großartiges Land mit einer großartigen Demokratie und großartigen Menschen. Ich bin sehr gerne hier und es fällt mir leicht, mich in so einem Land zu integrieren.

Uns Migrantinnen wird oft gesagt, dass wir uns integrieren sollen und dafür gibt es viele Integrationsprogramme, aber zu wenig Schutzprogramme für diejenigen von uns, die von ihren eigenen Heimatleuten verfolgt werden. gerade weil sie sich integrieren.

Oft müssen wir uns anhören, es seien ja nur wenige, die Gewalt verüben oder Gewalt erleiden. Dazu sage ich: Schon einer ist zu viel. In Deutschland wird jeden Monat eine Frau wegen Ungehorsam hingerichtet, und das ist nur die Spitze des Eisberges, dazu kommen tausende von Zwangsheiraten jedes Jahr; die Selbstmordrate bei jungen Musliminnen ist doppelt so hoch ist wie bei gleichaltrigen Deutschen. Viele Migrantinnen sehen keinen anderen Ausweg, als sich selbst das Leben zu nehmen! Wer kann sich das Ausmaß von Angst, Verzweiflung und Ausweglosigkeit vorstellen?

Richtig ist, dass nicht alle Einwanderer gewaltsam oder undemokratisch sind. Da muss natürlich unterschieden werden. Mit pauschalen Verurteilungen ist niemandem geholfen. Es darf aber auch keine pauschalen Rechtfertigungen geben. Wir schützen die Unschuldigen nicht durch Verschweigen, sondern durch Unterscheiden. Was nicht in Ordnung ist, muss deutlich benannt werden können. Deshalb darf die Diskussion über diese Dinge nicht diffamiert werden.

Im Gegenteil müssen wir den Menschen helfen, die Gewaltfreiheit und die rechtliche Gleichwertigkeit zu verteidigen, nicht nur für die Opfer, sondern auch für diejenigen, die noch Täter werden können und denen die Berechtigung zur Gewalt erst noch eingeredet wird. Sonst bleibt die Gesellschaft mitschuldig an denen, die den Gewaltbefürwortern auf den Leim gehen, und an denen, die ihre Opfer werden.

Wenn wir in einem freien Land nicht die rechtliche Gleichstellung des anderen Geschlechts, des anderen Glaubens, des anderen Denkens und des anderen Lebens kompromisslos verteidigen, wer soll es dann tun? Wenn wir die Opfer der Menschenrechtsverletzungen nicht anhören, bringen wir sie zum zweiten Mal zum Schweigen. Liebe Frau Bundeskanzlerin, bitte stiften Sie ein Forum, wo die Opfer islamistischer Bedrohung zu Wort kommen, um dieser großartigen Demokratie den blinden Fleck zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabatina James

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6. Symposium am AMEOS-Klinikum in Bad Aussee

Zum 6. Symposium am AMEOS-Klinikum in Bad Aussee am 22. September 2012 waren 150 Vertreter aus dem ärztlichen und psychotherapeutischen Bereich und Gäste aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Thema waren Unterdrückung von Mädchen, Frauen und Migranten sowie seelische Verletzungen durch Folter und Krieg.

Sabatina James hielt den Eröffnungsvortrag mit dem Titel: „Die Wahl zwischen Familie und Freiheit – Muslimische Mädchen zwischen Ehre und Tod“. Sie erzählte aus ihrem eigenen Erleben und dem von Mädchen und Frauen, die sie betreut. Sie erläuterte das scheinbar widersprüchliche Denken und Handeln muslimischer Mädchen, die zwischen Freiheit und Familie entscheiden müssen und konkretisierte die inneren Konflikte, in die die Betroffenen geraten. Durch ihren Vortrag gab sie sowohl Einblick in das Innenleben der Betroffenen als auch in die äußeren Umstände, die in vielen islamischen Familien anzutreffen sind. Ferner sprach sie über effektive Hilfsmöglichkeiten.

Sabatina wies darauf hin, dass die Selbstmordrate muslimischer Mädchen fast doppelt so hoch ist wie die gleichaltriger Deutscher. Und sie zeigte auf, was man tun kann, um diesen jungen Frauen Mut und Hoffnung zu geben, damit sie den Spagat zwischen Familie und Freiheit bewältigen können. Durch ihre eigene Geschichte und Fälle, die sie mit ihrer Organisation betreut hat, machte sie deutlich, dass es einen Weg aus einem Leben mit Zwangsheirat und Gewalt gibt.

Hier befindet sich ein ergänzenden Bericht der AMEOS-Klinik!

Sabatina in Bad Aussee bei Symposium

Sabatina in Bad Aussee bei Symposium

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