Interview von „Planet Wissen“

Am 10. Januar 2014 wurde von „Planet Wissen“ (swr, wdr, BR-alpha) ein Interview gesendet, in dem Sabatina erzählte, wie sie der geplanten Zwangsheirat mit ihrem Cousin entkam und dann begann, jungen Frauen zu helfen, die von demselben Schicksal bedroht sind. Zwischen den einzelnen Abschnitten des Interviews wurden verschiedene Aspekte der Zwangsverheiratung beleuchtet. So konnten die Zuschauer Sabatina begleiten, als sie einer jungen Syrerin, die zwangsverheiratet wurde, im Prozess gegen ihren Vater beistand. Rechtsanwältin Gülsen Celebi erklärte, dass Opfer von Ehrverbrechen häufig bei der Polizei nicht ernst genommen wer-den, da ihnen unterstellt wird, sie würden übertreiben. Gerade deswegen ist Aufklärung so wichtig. Im Internet finden Sie den Bericht hier.

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Lichterkette für ASIA BIBI

Lichterkette_01Am Nachmittag des 7. Dezember startete unsere Lichterkette unter dem Motto „Freiheit für Asia Bibi“. Über 300 Teilnehmer waren auf dem Kleinen Schlossplatz in Stuttgart zusammengekommen, um auf das bittere Unrecht aufmerksam zu machen, das der47-jährigen Tagelöhnerin und fünffachen Mutter in Pakistan angetan wird. Zunächst wurde in Redebeiträgen von Benjamin Franz und Professor Rainer Rothfuß (Tübingen) die Situation Asia Bibis geschildert und darüber hinaus auf das pakistanische Blasphemiegesetz hingewiesen, das immer wieder zu ungerechten Verurteilungen führt. Auch Artikel 18 der Menschenrechtserklärung und die Situation der Christen in Pakistan und darüber hinaus kamen unter Nennung zahlreicher Details zur Sprache. Lichterkette_03Zwei Sänger aus der SAT.1-Sendung “The Voice of Germany”, Rüdiger Skoczowsky und Katja Friedenberg, sorgten für besinnliche Pausen zwischen den harten Fakten, die von den Rednern präsentiert wurden.

Bei Beginn der Dämmerung wurden die Kerzen in Windlichtern und Laternen entzündet. Die Lichterkette reichte vom Kleinen Schlossplatz über die Freitreppe neben dem Kunstmuseum bis zur Stuttgarter Königsstraße. An unserem Infotisch konnten vorformulierte Briefe an den pakistanischen Botschafter in Deutschland zum Ausfüllen und Abschicken mitgenommen werden. Viele machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Lichterkette_02Sabatina James dankt allen Teilnehmern herzlich, die ihrem Aufruf gefolgt sind, um sich für Asia Bibis Freiheit einzusetzen.

Video zur Veranstaltung.

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Podiumsdiskussion im UN Church Center

Sabatina bei Podiumsdiskussion  im UN Church CenterAm 28. Oktober nahm Sabatina in New York an einer Podiumsdiskussion der Jubilee Campaign im UN Church Center teil. Thema der Veranstaltung war die Verfolgung von Frauen und Mädchen im Mittleren Osten. Schlüsselexperten diskutierten vor Diplomaten, Medienvertretern und einer interessierten Öffentlichkeit. Diskussionsteilnehmer waren außer Sabatina James u. a. Dr. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit und Peter Bhatti, der Präsident von „International Christian Voice“. Es ging darum, die düstere Lage von Frauen und Mädchen im Mittleren Osten darzustellen, die unter religiöser Verfolgung leiden. Die Jubilee Campaign setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte und Religionsfreiheit ethnischer und religiöser Minderheiten ein. Sie hat beratenden Status im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).

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Sabatina zu Gast im Nachtcafé

Am 25. Oktober war Sabatina zu Gast im Nachtcafé bei Wieland Backes, wo sie mit anderen Studiogästen, darunter Bischof Friedhelm Hofmann, der Psychologin Angelika Kallwass und anderen über das Thema „Nur wer glaubt, wird selig?“ diskutierte. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie in der Mediathek anschauen.

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Zum Jawort genötigt

Am 22. Februar 2013 lud der ZONTA Club Heidelberg zu einer Benefizveranstaltung in die Print Media Academy ein. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hatte der Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, Herr Dr. Eckhart Würzner. Frau Professor Dr. Christine Schirrmacher hielt einen Vortrag zum Thema „Zwangsverheiratung. Muslimische Frauen in Europa zwischen Selbstbestimmung und Entmündigung“. Anschließend moderierte Matthias Matussek eine Podiumsdiskussion mit Sabatina James. Sehr plastisch konnte Sabatina die Ausführungen von Frau Professor Schirrmacher mit ihrem eigenen Erleben in Elternhaus, Schule und bei Behörden ergänzen. So wurde den etwa 150 Zuhörern die Dramatik im Leben junger Mädchen und Frauen deutlich, die von ihren Familien zwangsverheiratet werden sollen. Anschließend wurden Fragen der Zuhörer beantwortet.

Wie bei anderen Aufklärungsveranstaltungen ähnlicher Art stellte sich heraus, wie schwer es den meisten Menschen in unserem Land fällt, sich vorzustellen, welchem Druck Mädchen aus diesem Milieu ausgeliefert sind, wenn die Familie eine Ehe für sie arrangiert, die von den Mädchen abgelehnt wird. Deutlich wurde aber auch, dass informierte Kontaktpersonen Schutz und echte Hilfe anbieten können, auch wenn auf diesem Gebiet noch viel Handlungsbedarf besteht. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Aufbau einer Schutzstelle bedrohter Frauen durch Sabatina e.V. zugute.

Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Gäste in der Lounge der Academy noch ausreichend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen, auch mit Professor Schirrmacher und Sabatina James.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

 

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Mahnwache für Asia Bibi

Am 26. Januar 2013 informierte unsere Stuttgarter Aktionsgruppe in der Innenstadt über die weltweite Christenverfolgung und die zum Tode verurteilte pakistanische Christin Asia Bibi. Unterschriften wurden für die Petition gesammelt, mit der wir an den Präsidenten Pakistans appellieren wollen, Asia Bibi umgehend und bedingungslos freizulassen. Trotz Minusgraden wurden in der vierstündigen Aktion über 250 Unterschriften gesammelt und ca. 1000 Flyer, Infohefte und Broschüren an interessierte Passanten weitergegeben. Viele junge Leute interessierten sich für das Thema Christenverfolgung und speziell über Asia Bibi  wollten viele einfach mehr wissen. Die Aktion wurde auch von mehreren Christen aus Pakistan mitgetragen, die authentisch Auskunft über ihr Land und die Situation der Christen dort geben konnten. Hier auf der Homepage finden Sie die Petitionsliste zum Download. Unterschreiben Sie die Liste und sammeln Sie in Ihrem Bekanntenkreis Unterschriften. Schicken Sie die Liste an unsere Adresse!

Am Infostand

Am Infostand

Unterschriften für Asia Bibi

Passanten unterschreiben die PetitionslistePassanten informieren sich

Infostand mit Banner

Freiheit für Asia Bibi

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Tag der Menschenrechte in Wien

Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, gab Sabatina James mit dem österreichischen Staatssekretär Reinhold Lopatka und NGOs eine Pressekonferenz, um auf die Situation der verfolgten Christen weltweit aufmerksam zu machen. Sie plädierte für die Freiheit der pakistanischen Christin Asia Bibi, die wegen Beleidigung des Islams zum Tode verurteilt wurde. Sie hielt einen leidenschaftlichen Vortrag über die Ursachen der Christenverfolgung.

Sabatina und der österreichische Staatssekretär

Sabatina James und Reinhold Lopatka

 

Pressekonferenz

Pressekonferenz

Nach der Pressekonferenz zogen über 500 Menschen mit einem Fackelzug durch die Innenstadt Wiens und demonstrierten für die Freiheit der Christen.

Demo gegen Christenverfolgung

Fackelzug durch Wien (Copyright: APA)

Einige Pressestimmen:

„Sabatina James, heute 30 und vom Pfarrer, der sie einst taufte, als ,Model Gottes auf dem Laufsteg der Welt‘ bezeichnet, könnte ihre Zuhörer mühelos fesseln, würde sie einfach ihre Lebensgeschichte nacherzählen.  Sie tut es nicht an diesem Montagmorgen in Wien, wo sie auf Einladung der Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ am internationalen Tag der Menschenrechte spricht, geschützt von drei Polizisten, die den Eingang bewachen. Stattdessen erzählt sie eine Weihnachtsgeschichte. Aber keine mit gutem Ende, denn Sabatina James erzählt von Asia Bibi.“      Die Presse   10.12.2012

 

„Das pakistanische Blasphemiegesetz sieht Haft- und Todesstrafen für die Beleidigung des Propheten Mohammed und des Koran vor. Und schon Kritik an dem Gesetzeswerk ist gefährlich. … Das größte Problem, so Sabatina James: Pakistans Präsident Zardari werde nur ,Mr. Zehn-Prozent‘ genannt. Kaum jemand habe Vertrauen in die korrupte Regierung. Was bleibe, seien Dorfmullahs, die tatsächlich das Sagen hätten.“      Kurier   10.12.2012

 

„Sabatina James, Autorin des Buchs „Nur die Wahrheit macht uns frei – Mein Leben zwischen Islam und Christentum“, zweifelt an der Reformierbarkeit des Islam. In Staaten, wo der Islam Staatsreligion ist, werde Abfall vom Islam als „Staatsverrat“ geahndet. Der Koran enthalte sehr wohl eine Rechtfertigung zur Verfolgung Andersgläubiger. „Mohammed als Religionsstifter exerzierte und predigte selbst die Gewalt.“ In Pakistan habe sie erlebt, dass Juden und Christen als „minderwertig“ gelten und in Unterwürfigkeit leben müssen, zugleich keine hohen Ämter bekleiden dürfen.“      APA   10.12.2012

 

Sabatina im Dom mit Kerze

Sabatina zündet im Stefansdom eine Kerze für Asia Bibi an

 

(Copyright der Bilder, falls nicht anders vermerkt: EuropeNews)

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Offener Brief an unsere Bundeskanzlerin zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Deutschland ist ein großartiges Land mit einer großartigen Demokratie und großartigen Menschen. Ich bin sehr gerne hier und es fällt mir leicht, mich in so einem Land zu integrieren.

Uns Migrantinnen wird oft gesagt, dass wir uns integrieren sollen und dafür gibt es viele Integrationsprogramme, aber zu wenig Schutzprogramme für diejenigen von uns, die von ihren eigenen Heimatleuten verfolgt werden. gerade weil sie sich integrieren.

Oft müssen wir uns anhören, es seien ja nur wenige, die Gewalt verüben oder Gewalt erleiden. Dazu sage ich: Schon einer ist zu viel. In Deutschland wird jeden Monat eine Frau wegen Ungehorsam hingerichtet, und das ist nur die Spitze des Eisberges, dazu kommen tausende von Zwangsheiraten jedes Jahr; die Selbstmordrate bei jungen Musliminnen ist doppelt so hoch ist wie bei gleichaltrigen Deutschen. Viele Migrantinnen sehen keinen anderen Ausweg, als sich selbst das Leben zu nehmen! Wer kann sich das Ausmaß von Angst, Verzweiflung und Ausweglosigkeit vorstellen?

Richtig ist, dass nicht alle Einwanderer gewaltsam oder undemokratisch sind. Da muss natürlich unterschieden werden. Mit pauschalen Verurteilungen ist niemandem geholfen. Es darf aber auch keine pauschalen Rechtfertigungen geben. Wir schützen die Unschuldigen nicht durch Verschweigen, sondern durch Unterscheiden. Was nicht in Ordnung ist, muss deutlich benannt werden können. Deshalb darf die Diskussion über diese Dinge nicht diffamiert werden.

Im Gegenteil müssen wir den Menschen helfen, die Gewaltfreiheit und die rechtliche Gleichwertigkeit zu verteidigen, nicht nur für die Opfer, sondern auch für diejenigen, die noch Täter werden können und denen die Berechtigung zur Gewalt erst noch eingeredet wird. Sonst bleibt die Gesellschaft mitschuldig an denen, die den Gewaltbefürwortern auf den Leim gehen, und an denen, die ihre Opfer werden.

Wenn wir in einem freien Land nicht die rechtliche Gleichstellung des anderen Geschlechts, des anderen Glaubens, des anderen Denkens und des anderen Lebens kompromisslos verteidigen, wer soll es dann tun? Wenn wir die Opfer der Menschenrechtsverletzungen nicht anhören, bringen wir sie zum zweiten Mal zum Schweigen. Liebe Frau Bundeskanzlerin, bitte stiften Sie ein Forum, wo die Opfer islamistischer Bedrohung zu Wort kommen, um dieser großartigen Demokratie den blinden Fleck zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabatina James

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6. Symposium am AMEOS-Klinikum in Bad Aussee

Zum 6. Symposium am AMEOS-Klinikum in Bad Aussee am 22. September 2012 waren 150 Vertreter aus dem ärztlichen und psychotherapeutischen Bereich und Gäste aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Thema waren Unterdrückung von Mädchen, Frauen und Migranten sowie seelische Verletzungen durch Folter und Krieg.

Sabatina James hielt den Eröffnungsvortrag mit dem Titel: „Die Wahl zwischen Familie und Freiheit – Muslimische Mädchen zwischen Ehre und Tod“. Sie erzählte aus ihrem eigenen Erleben und dem von Mädchen und Frauen, die sie betreut. Sie erläuterte das scheinbar widersprüchliche Denken und Handeln muslimischer Mädchen, die zwischen Freiheit und Familie entscheiden müssen und konkretisierte die inneren Konflikte, in die die Betroffenen geraten. Durch ihren Vortrag gab sie sowohl Einblick in das Innenleben der Betroffenen als auch in die äußeren Umstände, die in vielen islamischen Familien anzutreffen sind. Ferner sprach sie über effektive Hilfsmöglichkeiten.

Sabatina wies darauf hin, dass die Selbstmordrate muslimischer Mädchen fast doppelt so hoch ist wie die gleichaltriger Deutscher. Und sie zeigte auf, was man tun kann, um diesen jungen Frauen Mut und Hoffnung zu geben, damit sie den Spagat zwischen Familie und Freiheit bewältigen können. Durch ihre eigene Geschichte und Fälle, die sie mit ihrer Organisation betreut hat, machte sie deutlich, dass es einen Weg aus einem Leben mit Zwangsheirat und Gewalt gibt.

Hier befindet sich ein ergänzenden Bericht der AMEOS-Klinik!

Sabatina in Bad Aussee bei Symposium

Sabatina in Bad Aussee bei Symposium

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Zwangsheirat in Deutschland – Lesung und Podiumsdiskussion in Frankfurt

Am 3. September war Sabatina von zwei Zonta-Clubs aus dem Großraum Frankfurt in die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt eingeladen. Schirmherr der Veranstaltung war der hessische Sozialminister Stefan Grüttner. Die Begrüßung erfolgte durch die Oberbürgermeisterin a.D. Petra Roth. Sabatina las aus ihrem Buch „Nur die Wahrheit macht uns frei“ einige Passagen vor. Plastisch wurde den Zuhörern die Not junger Frauen vor Augen geführt, die von Zwangsheirat betroffen sind. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion mit einer Rechtsanwältin, einer Sozialpädagogin und einem Kriminalhauptkommissar zum Thema. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer über die dramatischen Auswirkungen von Zwangsheirat auf das Leben der Betroffenen. Die fortgeschrittene Zeit ließ nur noch wenig Raum für Publikumsfragen. Manches musste im Anschluss bei Brezeln und Wein ausdiskutiert werden. Deutlich wurde allen Teilnehmern, welch große Hindernisse eine junge Frau aus einer Migrantenfamilie überwinden muss, um überhaupt um Hilfe von außen zu bitten und um wieviel schwerer es ist, den Weg in die Freiheit konsequent weiterzugehen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter „Unsere Arbeit“.

Blick auf die Zuhörerschaft

Blick ins Publikum

Auf dem Podium

Die Diskussionsrunde

Sabatina in Frankfurt

Podiumsdiskussion

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