Unsere Arbeit
Einzelfallhilfe
Wenn Frauen in Krisensituationen sich Hilfe suchend an Sabatina e.V. wenden, gehen die Mitarbeiter sensibel und weise vor. Wichtig ist es, jede Betroffene ernst zu nehmen. Sabatina e.V. weiß: Es darf nicht verharmlost werden, dass es in diesen Situation nicht selten um Leben und Tod geht. Die erste Hürde ist bei Kontaktaufnahme genommen. Dann gilt es, die Angst zu überwinden und Möglichkeiten und Auswege aus der Unterdrückung vor Augen zu führen. Schlimmste Gewalt darf nicht als kulturelle Eigenheit hingenommen werden.
Die Hilfsangebote von Sabatina e.V. im Überblick:
- psychologische und seelsorgerliche Erstbetreuung
- Ratgeber und Hilfestellung per Telefon oder auch in persönlichen Gesprächen an sicheren Orten
- Vermittlung an: 24 Stunden Notruf-Zentrale, anonyme medizinische Versorgung, vorübergehende wie auch dauerhafte Unterkunft in Schutzeinrichtungen
- Finanzielle Unterstützung bei Unterkunft, Verpflegung, in Einzelfällen auch Anwaltskosten
- Hilfe bei der Vermittlung von Jobmöglichkeiten und Behördengängen
- Coaching bei der Weiterentwicklung der Persönlichkeit
Notrufe
Hilfe für Gülsen
Wie viele kleine Mädchen träumte Gülsen einen Traum. Es war der Traum einer Prinzessin aus 1001 Nacht. Ein Traum von Familie, Geborgenheit und einem behüteten Leben. Doch schon immer lag auch eine dunkle Ahnung über diesem Traum. Und eines Tages war aus diesem Traum ein schrecklicher Albtraum – ein Trauma, geworden. Was war geschehen?
Wie in ihrer Tradition üblich, war Gülsen von ihren Eltern mit einem Mann aus ihrem Heimatdorf verheiratet worden. Die anfängliche abweisende und kühle Haltung ihres Mannes wäre vielleicht noch zu ertragen gewesen. Doch schließlich begann er sie zu schlagen. Immer schlimmer wurden ihre Verletzungen, nicht nur die körperlichen Misshandlungen, auch die seelischen Demütigungen. Nach einem besonders schlimmen Gewaltausbruch ihres Mannes sah sie nur noch einen Ausweg: sie wollte sich aus dem Fenster stürzen. Zu groß war ihr Schmerz, als dass sie ihn hätte noch länger ertragen können.
Es ist ein Wunder, dass sie es doch noch schaffte, sich mit Hilfe der Polizei in Sicherheit zu bringen. Sie lebt nun in einem Frauenhaus, fürchtet aber um ihre Abschiebung in die Türkei. Denn die Behörden erkennen ihr Leid nicht als Härtefall an, obwohl sie durch die schlimme Gewalt traumatisiert ist.
Esmas neues Leben
Der Wunsch, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, blieb Esma* verwehrt. Doch sie wagte es, aus einer Spirale der Unterdrückung auszubrechen und den Weg in die Freiheit zu gehen. Dabei konnte sie sich auf die persönliche Hilfe von Sabatina e.V. verlassen. Wir haben sie begleitet und ihr neue Perspektiven für ein Leben in Hoffnung und Zuversicht gezeigt. Zunächst fand sie in der Obhut von Vertrauenspersonen Ruhe und Sicherheit. In Gesprächen mit Mitarbeitern von Sabatina e.V. durfte sie dann neue Zukunftsperspektiven entdecken und lernen, mutig eigene Schritte zu gehen.
* Name zum Schutz der Betroffenen geändert
Erfolgreiche Hilfe
Emine, eine von vielen Frauen, die den Weg in die Freiheit geschafft hat
Mit 13 Jahren wurde Emine * in Afghanistan zwangsverheiratet. Mit 14 bekam sie ihr erstes Kind, das zweite zwei Jahre danach. Sie flüchtete nach Deutschland. Ihr Mann folgte ihr und misshandelte sie. Wie viele andere Frauen suchte Emine Hilfe bei Sabatina e.V. Als ihr Asylgesuch ablief, drohte ihr zu der Gewalt des Ehemanns auch der Tod durch die Familie in Afghanistan. Sabatina erwirkte eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung und unterstützte die junge Frau bei den Anwaltskosten. Sie hat heute eine neue Wohnung und einen Job. Die ersten Schritte in die Freiheit sind geschafft.
Roxana, 17, Pakistan:
„Sabatina, Du hast mir gezeigt, dass es noch Menschen auf dieser Welt gibt, die lieben ohne etwas zu erwarten. Du bist mein Vorbild. Ich danke Dir für alles.“
Zubaida, 50:
„Sabatina, ich bete, dass Allah Dich für alles belohnst, was Du für mich und meine Töchter getan hast. Du gehörst für uns schon zur Familie.“
Hatune, 21, Türkei:
„Danke für alles, Sabatina. Dank Dir habe ich endlich etwas zum Anziehen. Du warst in meinem Leben eine sehr große Wende. Ich danke Dir für alles.“
Ehepaar Sozia (32) und Aamir (40):
„Liebe Sabatina, wir danken Dir aus tiefstem Herzen für Deine Hilfe. Unsere lange Reise zu Dir hat sich bezahlt gemacht. Unsere beiden Mädchen lieben Dich.“
* Name zum Schutz der Betroffenen geändert
Aufklärung und Schulung
Durch Vorträge, Publikationen und Beiträge in den Medien wird die breite Öffentlichkeit über die Situation betroffener Mädchen und Frauen informiert und für ihre Not sensibilisiert. Durch Auftritte in Fernsehsendungen, wie zum Beispiel bei Markus Lanz, Anne Will, in der preisgekrönten Dokumentation 37 Grad “Zur Heirat verurteilt”, bei Michael Hirz “UNTER DEN LINDEN persönlich” oder bei der Sendung “Stationen” vom Bayerischen Fernsehen, ist es Sabatina James gelungen, diese Problematik in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Darüber hinaus leistet sie Präventionsarbeit durch Vorträge und Schulungen, die sie an relevante Zielgruppen wie Politiker, Polizei, Allgemeine Soziale Dienste, Zweige der Gerichtsbarkeit, Beratungsstellen und Frauenhäuser wenden. So sprach Sabatina James zusammen mit Ayaan Hirsi Ali und zwei Staatsanwälten im Juni 2011 in New York bei der 1. Honor Violence Conference, um das FBI und andere Behörden für die Problematik von Zwangsarbeit und Ehrverbrechen zu sensibilisieren. Im September 2011 schulte sie Verantwortliche in Mainz bei einer Fachtagung rheinland-pfälzischer Ministerien. Zuletzt sprach sie beim Annual Women in the World Summit in New York über Zwangsheirat.

Schule in Pakistan
Sabatina e. V. hat die Schirmherrschaft einer Schule in Pakistan übernommen. Dank der Unterstützung unserer Spender gibt dieses Projekt Mädchen nun eine Chance auf Bildung. Das ist in Pakistan keine Selbstverständlichkeit. Besonders die Taliban hatten jahrelang dafür gesorgt, dass Mädchen der Zugang zu Bildung verwehrt blieb. Die von Sabatina e. V. unterstützte Schule wird von 250 Schülern besucht, von denen der überwiegende Teil Mädchen sind. Die Lehreinrichtung genießt einen guten Ruf und das Vertrauen der Bevölkerung. Unterrichtet werden Kinder im Alter von vier (Vorschule) bis 18 Jahren. Sie alle erhalten dort eine ausgezeichnete, moderne Ausbildung und werden nach dem Oxford-Lehrplan unterrichtet.
Für diese Arbeit sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wenn Sie für dieses wichtige Projekt spenden möchten, geben Sie als Verwendungszweck bitte „Schule Pakistan“ an. Wir danken allen Spendern, die uns bei dieser wertvollen Arbeit unterstützen, auch im Namen der Mädchen ganz herzlich.


Befreiung aus Sklavenarbeit in pakistanischen Ziegelbrennereien
In der pakistanischen Provinz Punjab gehören viele Angehörige der christlichen Minderheit Pakistans zu den Ärmsten der Armen. Hoch verschuldete Familienväter müssen sich und ihre Familien an reiche Ziegeleibesitzer verkaufen, was lebenslängliche Schuldknechtschaft bedeutet. Diese Menschen werden nicht nur ausgebeutet. Sie sind jeglicher Willkür ihrer Besitzer hilflos ausgeliefert, was in vielen Fällen Misshandlungen und Vergewaltigungen der Frauen einschließt.
Sabatina e.V. will versklavten Frauen und Mädchen aus dem Punjab die Chance zu einem neuen, befreiten Leben anbieten. In Abendkursen, die von einer Partnerorganisation durchgeführt werden, wird den Frauen Nähen beigebracht. Nach Abschluss des Kurses haben die Frauen dann die Möglichkeit, sich selbständig zu machen.
Dafür erhalten sie von unseren Partnern Stoffe und Garne. Sabatina e.V. will für Nähmaschinen sorgen. Eine einfache Nähmaschine kostet in Pakistan 30 Euro. Wir wollen in den nächsten Monaten 100 Frauen und Mädchen eine Nähmaschine zur Verfügung stellen, um ihnen den Start in ein neues Leben zu ermöglichen. Helfen Sie mit, ausgebeuteten und missbrauchten Menschen einen Weg aus Angst und Bedrückung zu bahnen. Eine Spende von 30 Euro mit dem Vermerk „Nähmaschine“ findet ihren Weg direkt nach Pakistan, um dort einer Frau oder einem Mädchen zu einem Neuanfang zu verhelfen. Vielen Dank!
Frauenzentrum im Irak
Viele Frauen der verfolgten christlichen Minderheit haben schwerste Traumata durch Vergewaltigung oder Ermordung ihrer Ehemänner und Kinder erlebt. Sabatina e.V. unterstützt ein Zentrum im Nordirak, wo diesen Frauen Therapie und eine berufliche Ausbildung angeboten wird, damit sie später für sich selbst sorgen können.


Wie kann ich helfen?
Ihre Hilfe ist bei der Umsetzung der Aufgaben von Sabatina e.V. jederzeit willkommen und wertvoll. Sie helfen uns durch:
- eine Einzelspende
Jeder Betrag per Überweisung auf unser Konto hilft direkt den Hilfesuchenden und schafft Auswege aus Hoffnungslosigkeit. - dauerhafte Förderschaft
Mit Ihrer dauerhaften Förderschaft, sei sie monatlich oder jährlich, können wir unsere langfristigen Projekte und Hilfsangebote sichern. Ob mit 5, 10, 25 oder mehr Euro – mit einem Betrag Ihrer Wahl sind Sie direkter Projektförderer und erhalten regelmäßig Informationen über den Fortschritt und Verlauf der Hilfsprogramme. - Vermittlung von Hilfesuchenden
Haben Sie den Mut, auf Frauen und Mädchen zuzugehen, von denen Sie mit Sicherheit wissen, dass ihnen Gewalt zugefügt wird. Stellen Sie den Kontakt zu Sabatina e.V. her. Gehen Sie hierbei nicht über Umwege von Familienangehörigen vor. - Botschafter des Vereins
Ihre Kontakte zu Medien können wir für unsere Anliegen nutzen. Stellen Sie sich als Kontaktvermittler zur Verfügung, damit wir durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit auf unsere Anliegen aufmerksam machen können. Helfen Sie uns, indem Sie unsere Flyer in ihrem Kontaktkreis auslegen. Kontaktieren Sie uns bei Bedarf.
Bitte treten Sie mit uns in Verbindung. Wir brauchen Sie!
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